Das Projekt OSINT4Fun hat sich zum Ziel gesetzt, Desinformation durch einen pädagogischen und spielerischen Ansatz zu bekämpfen. Es besteht aus Wissenschaftler:innen und Mitgliedern der Zivilgesellschaft und möchte die in der OSINT üblichen Methoden und Werkzeuge einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen, um deren Aneignung durch die Bürger:innen zu fördern.
Die Hauptziele sind:
- Bereitstellung von pädagogischen Ressourcen: Die Plattform produziert und stellt frei verfügbare und wiederverwendbare Inhalte zur Verfügung, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Dies richtet sich an Einzelpersonen, aber auch an Lehrkräfte oder Bildungseinrichtungen, z. B. im Rahmen der Medien- und Informationskompetenz. Diese Ressourcen umfassen:
- Tutorials zu OSINT-Tools und -Methoden.
- Ausführliche Dossiers zu spezifischen Themen.
- Pädagogische und spielerische Challenges.
- Förderung der Zusammenarbeit: OSINT4Fun ist ein interdisziplinäres Projekt, das vielfältige Kompetenzen einbezieht. Es bringt Wissenschaftler:innen und Mitglieder der Zivilgesellschaft zusammen und arbeitet mit nationalen und internationalen Partnern zusammen, die sich gemeinsam mit gesellschaftlichen oder gemeinwohlbezogenen Fragen auseinandersetzen.
- Förderung des kritischen Denkens: Durch die Vermittlung dieser Techniken möchte OSINT4Fun die Fähigkeit der Bürger:innen stärken, Informationen zu bewerten und zu interpretieren, und so zur Bekämpfung von Desinformation beitragen – eine der größten Bedrohungen für demokratische Gesellschaften. Informationsmanipulation verwischt die Grenzen zwischen wahr und falsch, fördert Polarisierung und hat schwerwiegende soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen.
Alle Inhalte stehen unter einer freien Lizenz zur Verfügung, mit dem Ziel, einen öffentlichen und wiederverwendbaren gemeinsamen Wissenspool zu schaffen. Wir haben uns für die Creative Commons Lizenz CC BY-NC 4.0 entschieden.
Ein Discord-Server steht allen Interessierten zur Verfügung, die über unsere Projekte diskutieren möchten: https://discord.gg/fWpMTvVZjC
Historie
Das Projekt OSINT4Fun ist die Weiterführung des Adventskalenders „Advent of OSINT“, der Ende 2023 von Céline Girardeau und Alain Godon ins Leben gerufen wurde. Die Entstehungsgeschichte wird in diesem Artikel von Ouest France erzählt.
Die erste Ausgabe 2023 war ein großer Erfolg, wie Rückmeldungen der Besucher:innen und Website-Statistiken belegen. Innerhalb eines Monats gab es:
- über 15.000 Besuche und rund 800 Spieler:innen
- Besucher:innen aus aller Welt und dutzende unterstützende Nachrichten
- TOP 5 Länder: Frankreich, Deutschland, Polen, USA, Spanien
Das Projekt erfüllte seinen Zweck als Einführung in die Internetrecherche hervorragend. OSINT-Profis schätzten die „entspannte“ Art der kleinen Challenges, während weniger Geübte neue Werkzeuge und Methoden entdeckten und ein Gefühl für strukturierte Informationsrecherche entwickelten.
Das Steuerungskomitee
Nach dem erfolgreichen Start mit dem OSINT-Adventskalender 2023 beschlossen mehrere Kolleg:innen und Studierende der Universität Angers, gemeinsam an der Fortsetzung dieser Einführungsarbeit zu arbeiten – als Vorbereitung oder Ergänzung zur OSINT-Praxis – und die pädagogische Arbeit zu vertiefen.
Im Januar 2024 haben wir das Steuerungskomitee des Projekts gegründet, das sich seitdem stetig durch neue Talente erweitert. Das Komitee arbeitet an verschiedenen Projekten:
- Erstellung von Dossiers und Tutorials.
- Entwicklung von pädagogischen Challenges.
- Organisation von öffentlichen Vorträgen (für Wissenschaft, Studierende, allgemeine Öffentlichkeit).
- Jährliche Durchführung des Adventskalenders #adventofosint mit dem Aufbau eines Netzwerks nationaler und internationaler Partner.
Das wissenschaftlich-ethische Komitee
Um die Qualität und wissenschaftliche Strenge unserer Arbeiten zu gewährleisten, haben wir ein wissenschaftlich-ethisches Komitee eingerichtet. Es setzt sich aus anerkannten Persönlichkeiten zusammen, deren Forschung mit unseren Zielen in Verbindung steht.
Dieses Komitee kann vom Steuerungskomitee zur Beratung vor der Veröffentlichung eines Dossiers angefragt werden. Auch jede Person, die die Arbeit des Steuerungskomitees in Frage stellt, kann sich an das Komitee wenden.
